Unsere Reiseziele

Unser Leben mit Kind und Baby in Barcelona

posted by Kiki 2. Juni 2016 2 Comments
POST-Leben-Barcelona-arc-de-triomf-headerWM

Die Zeit in Barcelona rast nur so. Unser Familienaufenthalt hier ist schon mehr als zur Hälfte vorbei. Barcelona ist unsere erste Station in Europa. Wir reisen ja immer der Sonne bzw. dem Sommer hinterher, der sich in Argentinien und Südafrika dem Ende zu neigte. Und Barcelona ist die erste Stadt, die wir bereits von einem Besuch vor ziemlich genau zwei Jahren kennen und lieben. Daher wollten wir unbedingt zurück …  

El Born

Vor zwei Jahren hatten wir eine große Tauschwohnung über Homeexchange im Barrio Gótico. Dieses Mal wohnen wir in einer Airbnb-Unterkunft auf der anderen Seite der Via Laietana im Barrio El Born. In Barcelona haben unsere Tauschversuche leider keine Früchte getragen. Der Barcelonese, wie alle Mittelmeeranrainer, verreist wohl ausschließlich im August.

Wenn auch beide Viertel von Barcelona recht touristisch sind, ist El Born im Gegensatz zum Gótico authentischer bzw. spanischer (ups, das muss natürlich katalanischer heißen!).

In unserer kleinen Wohnung in einer Mini-Nebengasse der Fußgängerzone in Born fühlt es sich dann an wie mitten in Spanien (ups, Katalonien). Nächtens, wenn sich die Anwohner lautstark in der Gasse unterhalten, oder abends, wenn man keinen eigenen Fernseher braucht, da die Nachbarn für einen mit gucken.

Hier gibt es die besten Kichererbsen der Welt

Hier gibt es die besten Kichererbsen der Welt

Gleiches gilt, wenn wir in der nahen Markthalle Santa Caterina mit den Einheimischen unser Obst und Gemüse kaufen.

Oder uns in die lange Warteschlange anstellen, die es jeden Tag vor einem kleinen Shop gibt, der gekochte Kichererbsen, Bohnen und sonstiges gekochtes Gemüse verkauft. Als wir zum ersten Mal über diese Warteschlange stolperten konnten wir es kaum fassen, dass sich so viele Menschen in Barcelona wegen einfachem gekochtem Gemüse (so heißt der Laden praktischerweise auch – natürlich auf Katalanisch und nicht Spanisch) anstehen. Dann haben wir die göttlichen Kichererbsen probiert …

 

Deutschsprachiger Kindergarten in Barcelona

Fußläufig von unserer Wohnung liegt auch Emilias Kindergarten hier in Barcelona. Eine aus einer Elterninitiative hervorgegangene deutsch/spanische (ups, katalanische) Kita, die in der Altstadt in einem Nonnenkonvent untergebracht ist und mit der wir und unser älteres Kind uns von Anfang an sehr wohlgefühlt haben: BCN Kinder

Kurze Anekdote zum ersten Kontakt. Als ich die Kita noch aus Südafrika anschrieb, um zu erfahren, ob sie Emilia aufnehmen würden, hab ich einen recht förmlichen Text recycelt, den Daniel für die südafrikanische Kita mit kirchlichem Träger aufgesetzt hatte. Und zurück kam: Bitte DU… ich bin der Alex!

Und so läuft es auch. Sehr informell, flexibel und total herzlich mit den Kindern, die immer einen spanisch/katalanischen und einen deutschen Erzieher haben. Und ja, auch Männer.

Super Erfahrung für Emilia, die ihren Prakti Ruben gleich am ersten Besuchstag ins Herz schloss, weil er mit ihr unermüdlich fangen und verstecken auf dem Spielplatz im Park spielte. Zweimal die Woche ist ihre Kitagruppe nämlich im Park an der frischen Luft.

Außerdem gibt es bei BCN Kinder immer ein Thema pro Monat, über das sie mit den Kindern sprechen bzw. zu dem Aktivitäten angeboten werden. Passend zu unserer Safari in Südafrika ging es im Mai bei BCN Kinder zufällig um Tiere und ihren Lebensraum – da hatte Emilia viel zu erzählen.

Mich haben die aus Modellbaumaterial selbstgebastelten Stempel für tierische Fußspuren besonders beeindruckt. Super detailgetreu und kreativ! Dazu gibt es regelmäßig Ausflüge in die nähere Umgebung. Emilia fühlt sich total wohl und sie bekommt viele tolle Anregungen.

Juna übrigens auch, die immer auf und davon krabbelt, wenn wir Emilia abholen. Jede ihrer Bewegungen wird dabei von den anderen Kindern, insbesondere einer Lluna (ja, echt!), neugierig begleitet.

Vielleicht ist Emilia mittlerweile daran gewöhnt, sich auch in anderen Kitas/Kindergruppen schnell zurecht zu finden. Vielleicht sind die Kinder und Erzieher hier besonders offen, fest steht jedenfalls: Es wird ihr schwer fallen zu gehen, wenn wir von Barcelona weiterziehen.

BCN Kinder in Barcelona

BCN Kinder in Barcelona

Unser Baby macht sich auf

Zum ersten Mal haben wir in Barcelona auch für uns Baby Juna ein kleines Programm überlegt. Die Süße krabbelt, zieht sich überall hoch (am Vorhang, am Couchtisch, an ihren Eltern). Sie möchte lieber heute als morgen anfangen zu laufen. Außerdem findet sie andere Babys und Kinder total spannend.

In Barcelona gibt es diverse „Play Groups“ und Angebote für Kinder aller Größen und Altersstufen – auch gleich in der Nähe. Wir haben nette Vormittagsbeschäftigungen bei „Play Time“, „Little Discovierers“ und „Geschenk für das Leben“  (La Creatividad – un regalo por al vida) erkundet. Wobei letzteres eher eine Art Selbsthilfegruppe ist, bei der die Leiterin den Mamas ihren Common Sense aufdrängt. Da ist es manchmal doch gar nicht so schlimm, nicht alles 100%ig zu verstehen.

Eigentlich sind wir ja nicht so für organisierten Spaß. Aber für Juna ist’s super spannend gerade: Bällebad, Spielzeugautos, Bälle mit unterschiedlichen Inhalten – und alles darf sie in den Mund stecken!

Ganz anders zu Hause: Nicht die Schuhe essen, Juna! Duschwannenstöpsel, pfui bäh! Nee, das ist Emilias Kuscheltier. Nimm‘ Monkey bitte wieder aus dem Mund raus! Usw.

Absolutes Highlight für unser Baby in Barcelona war daher der Kurs bei Happy Milk, in dem Mehl und Joghurt in einer großen Box gemischt wurden und Juna komplett darin baden durfte. Sie sich dann das Zeug ins Gesicht und auf den Boden schmierte, um schlussendlich – quasi als sitzender Schneeengel – mit den Beinen in rhythmischer Wischbewegung alles in die ausgelegte Matte einzumassieren. Ein Hinweis zum Thema Wechselwäsche vorab wäre da hilfreich gewesen 😉

Jeden Mittwoch organisiert Jessica (Mama in einer dt.-chilen. Familie) bei Happy Milk einen Brunch, bei dem sich deutsche Eltern aus Barcelona mit ihren Babys bzw. Kleinkindern treffen und austauschen. Wir gehen gerne hin. Die Atmosphäre ist nett und offen und Juna freut sich wie Bolle über die anderen Babys.

Irgendwie hat es Daniel bei Happy Milk sogar geschafft, in einer Mutter-Kind Yogastunde mitmachen zu dürfen. Na ja, auch dem schadet ein gut trainierter Beckenboden sicher nicht.

POST-Leben-Barcelona-happy-milk-collage

Besuch in Barcelona

Vielleicht wegen der räumlichen Nähe zu Deutschland (oder der inzwischen großen Sehnsucht!) steht Barcelona auch im Zeichen des Familienbesuchs: Gleich zu Beginn wurden wir nach unserem Übernachtflug aus Kapstadt von Heinz Peter und Birgit in Empfang genommen. Was für ein schöner Auftakt!

So standen die ersten Tage im Zeichen eines entspannten Treibenlassens, Erkundens, am Strand Rumlümmelns und (natürlich!) Schlemmens! Und für Emilia sprang sogar ein bisschen exklusive Zeit mit ihren Großeltern raus, was alle Beteiligten (… und die Entlasteten) sehr genossen haben. 

Mittendrin waren dann Johannes (auch bekannt als „Mein’e Jo’annes“) und Marie zu Besuch und haben mit uns die Straßen von Barcelona – und den Strand – unsicher gemacht. 

Wir sechs haben es uns  kulinarisch ordentlich gut gehen lassen (Heinz Peter, es sind wohl die Gene!). Zumindest haben wir den halben Gemüsemarkt von El Born leergekauft und zu Hause richtig geschlemmt. 

Und zum krönenden Abschluss gab’s noch was zu schauen für die Talent Scouts des FC Barcelona, der ja gerade (mal wieder!) spanischer Meister geworden ist, als wir alle (auch Juna!) den nahen Bolzplatz unsicher gemacht haben. Baby, Kind und Erwachsene. Alle haben gekickt.

POST-Leben-Barcelona-besuch-barcelona-collage

Zwischendurch hatten wir noch das Glück unsere liebe Freundin Clara, die Daniel und ich vor acht Jahren in Indien kennengelernt hatten und die über ihre Reiseleidenschaft in der Zwischenzeit ein Buch geschrieben hat, zu einem Abendessen in einer unserer liebsten Tapas Bar in Barcelona zu treffen, in der Casa Lolea. Ich bin gespannt, wo wir uns als nächstes über den Weg laufen…

Ab Mittwoch kam Daniels Mutter zu Besuch. Mit ihr werden wir sicher die verbleibenden Attraktionen der Stadt erkunden – wenn ich auch an dieser Stelle schon mal vermuten darf, dass wir auch nach fünf Wochen Barcelona angesichts der unfassbaren Touristenmassen die Sagrada Familia nicht von innen gesehen haben werden. Und mein Besuch im Museu Picasso (anscheinend das beliebteste Museum Barcelonas) war auch eher einer glücklichen Fügung geschuldet, sprich: Gerade keine mehrere hundert Meter lange Warteschlange. Also Chance genutzt und schnell rein!

Aber die Stadt hat ohnehin so viel mehr zu bieten als die üblichen touristischen Hotspots. Spannend fanden wir zum Beispiel den jährlichen Salón International del Cómic de Barcelona, das SoundEat! Festival oder ganz klassisch: Abhängen auf dem Gras im Parc de la Ciutadella.

Mehr im nächsten Post. Bis dahin ganz viel Sonne aus Barcelona!

POST-Leben-Barcelona-collage-familie

Hast Du Tipps, wo wir mit den Kindern in Barcelona unbedingt noch hin sollten?

 

Hier geht’s zur Galerie mit unseren schönsten Fotos aus Barcelona

Vielleicht gefällt Dir auch

2 Comments

Betti 2. Juni 2016 at 15:46

Ich sehe mich auch demnächst mit allen Kindern in einer großen Box mit Joghurt und Mehl! Gerne auch in Barcelona!

Reply
Daniel 5. Juni 2016 at 20:54

Hi Betti, dann ab in den Flieger! Wir sind noch eine Woche hier und dann geht es weiter 🙂 Liebe Grüße! Kiki

Reply

Leave a Comment


*