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Kapstadt, Garden Route, Addo mit Kind – 3

posted by Kiki 7. Mai 2016 1 Comment
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Wir hatten für zwei Nächte eine Lodge im Matyholweni Rest Camp direkt im Addo Elephant Nationalpark gebucht, durch den man mit dem eigenen Mietauto fahren kann. Wild romantisch und sehr idyllisch. Und mit netten Nachbarn: An unserem zweiten Tag kamen nämlich wegen höchst zufällig gleicher Planung Anke und Familie ebenfalls an. Perfekt für einen weiteren gemeinsamen Abend am Grill (afrikaans Braai) und mit lauter glücklichen Kindern.

 

Im Addo Elephant Nationalpark schlafen und fahren im eigenen Auto

Reservieren kann man die Family-Lodges über die offizielle Parkverwaltung hier. Aber früh buchen, weil die Unterkünfte im Nationalpark sehr beliebt sind!

 

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Viele Elephanten und viele andere Wildtiere

Der Addo ist eine Elefantengarantie, hatte uns jemand auf der Hinreise gesagt.

Trotz dieser ermutigenden Worte waren wir zurückhaltend mit Ankündigungen, weil wir insbesondere Emilia nicht zu viel versprechen wollten. Das hätten wir uns sparen können. So viele wildlebende Elefanten!! Direkt an der Straße. Neben dem Auto. Am Wasserloch. Unglaublich beeindruckend!

Addo Collage

Außerdem Zebras, Gnus, Kudus, Warzenschweine, Erdmännchen, Wasserbüffel, Straußen und Mistkäfer.

Letztere haben übrigens Vorfahrt im Park. Wahrscheinlich, weil die Parkverwaltung sonst den ganzen Elefantendung niemals aus dem Park bekommen würde.

Es gibt ehrlich Schilder, die den Dung Beetles (engl.) Vorrecht einräumen, falls sie mit ihrem Misthaufen vorbeigekugelt kommen.

Da man eh‘ nie schneller als 20-30 Km/h fährt, gibt es sogar eine Chance, die possierlichen Viecher rechtzeitig zu sehen.

Wir haben den Park jedenfalls von Süd nach Nord und durch verschiedene Schleifen erkundet und wahnsinnig viele Tiere gesehen. Voller Erfolg also – und eine große Empfehlung an alle Südafrika-Reisenden, ob mit oder ohne Kinder. Der Addo ist übrigens malariafrei, was er dem berühmteren Kruger National Park voraus hat.

 

Beobachtungen aus Südafrika

Weil ich es loswerden muss, noch ein paar völlig zusammenhangslose Eindrücke/Bemerkenswertes aus Südafrika:

  • Neben normalem (Rohr)Zucker und Süßstoff gibt es in Cafés immer auch braunen light Zucker (WTF?)
  • Kinder laufen in Südafrika immer (morgens, mittags, abends – rain or shine) und überall (Spielplatz, Supermarkt, Restaurant) barfuss herum
  • In Kapstadt kann man wetterbedingt alle Jahreszeiten an einem Tag erleben – manchmal sogar innerhalb von einer Stunde
  • Die aus Argentinien und Uruguay bekannten „Parkplatzwächter“/„Einweiser“/“Autoaufpasser“ haben sich bis nach Südafrika ausgebreitet
  • Öffentliche Parks werden grundsätzlich von Kindern und Hunden gleichermaßen zum Spielen benutzt. Eine Kombination, an die sich insbesondere Emilia („Ein HUND….!“) erst gewöhnen musste
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    Schaukel aus alten Autoreifen

  • Ausnahmslos alle Schaukeln in Südafrika gehören zum Modell „Ich war mal ein Autoreifen!“ – manchmal sieht sogar der ganze Spielplatz aus wie ein Autofriedhof. So viele Reifen wurden dort verbaut

 

Und die Kaffee-Hitliste:

  • Molten Toffee auf der Kloof Street — oder so ziemlich alle Cafés, in denen es Deluxe Kaffee (Claim: You are only as good as your last cup!) gibt. Deluxe Miteigentümer Nigel ist übrigens der Lebensgefährte unserer Haustauschpartnerin Linda. Ein besonderer und sehr netter Engländer, der vor 20 Jahren in Kapstadt hängengeblieben ist und hier jetzt sein Ding macht.
  • Superette in der Woodstock Exchange (für Kenner: Das Gelände wurde von den gleichen Leuten entwickelt, die auch hinter dem Neighborgoods Market in der Old Biscuit Mill stecken)
  • Lazari in Vredehoek – in fußläufiger Nähe zu unserer ersten Wohnung in Gardens

 

Superette in der Woodstock Exchange

Superette in der Woodstock Exchange

 

Zwischen Kapstadt und Port Elizabeth gibt es zwar erstaunlich viele gute Cafés mit selbstgebackenem Was-Auch-Immer:

Leider nimmt die Dichte der guten Espressos mit größerer Distanz nach Kapstadt ab

Dahinter scheint ein Naturgesetz zu stecken …

Insgesamt gibts aber – nach dem rückblickend doch recht einseitigen kulinarischen Angebot in Argentinien (muss man leider so sagen!) – ein großes Daumenhoch für die tollen Möglichkeiten in Südafrika. Der schwache südafrikanische Rand hat sehr dazu beigetragen, dass wir so einiges probiert haben.

 

Das Black Sheep – ein besonderes Restaurant in Kapstadt

Eine Empfehlung und Erzählung noch zum Schluss:

An unserem letzten Abend in Kapstadt waren wir mit beiden Kindern im Black Sheep essen. Einem Restaurant, das auch an einem normalen Wochentag um 18.30 Uhr bereits pickepackevoll (glücklicherweise hatten wir reserviert), offensichtlich sehr trendy, aber dennoch nicht überkandidelt ist.

Wir hatten einen super Service (in T-Shirt und Sneakers), eine tolle, abwechslungsreiche Auswahl vom Black Board und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Strauß gegessen. Was soll ich sagen? Es war fantastisch und eine Gaumenfreude!

Super war aber auch, dass unmittelbar nach unserer Bestellung eine kleine Platte mit Früchten und Rohkost (!) für die Kids als Apetizer und zur Wartezeitverkürzung kam – da hat echt mal jemand mitgedacht. Emilia und Juna waren ganz glücklich und mümmelten vor sich hin bis das eigentliche Essen kam.

Später auf unserer Rundreise auf der Garden Route sollten wir auch das krasse Gegenteil erfahren: Mehr als eine Stunde unangekündigte Wartezeit, Unverständnis beim Service, als wir nach 45 Min. nachfragten und um Brot baten, um wenigstens den Kindern endlich etwas geben zu können. Da kann das Gericht dann noch so gut sein, die Eltern sind mit den Verven runter und müssen alles Essen inhalieren, damit die Kinder zu einer halbwegs anständigen Zeit ins Bett kommen. Aber das war ja die absolute Ausnahme!

Ohhh, wenn ich das alles so aufschreibe bekomme ich gleich Lust, wieder in den Flieger zu steigen und zurückzufliegen

Aber unsere nächste Station hat auch so einiges zu bieten: Barcelona!

Also, stay tuned!

 

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Hier geht’s zur Galerie mit den schönsten Fotos vom Addo Elephant Park

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1 Comment

Unser Leben mit Kind und Baby in Barcelona - ElternReiseZeit 2. Juni 2016 at 11:46

[…] das sie mit den Kindern sprechen bzw. zu dem Aktivitäten angeboten werden. Passend zu unserer Safari in Südafrika ging es im Mai bei BCN Kinder zufällig um Tiere und ihren Lebensraum – da hatte Emilia viel zu […]

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