Unsere Reiseziele

Kapstadt, Garden Route, Addo mit Kind – 1

posted by Kiki 3. Mai 2016 1 Comment
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Eine Warnung vorab, dieser Bericht über Kapstadt ist noch subjektiver und gefärbter als alle bisherigen. Denn wir sind mächtig verliebt. Südafrika ist ein spannendes, tolles Land. Voller Kontraste: Arm und reich, schwarz und weiß, Berge und Meer, Elefanten und Ameisen (und von beidem viele!).

Nachdem wir schon nach den ersten Tagen entschieden hatten, unseren Aufenthalt in Südafrika gleich mal deutlich zu verlängern und unsere Flüge umzubuchen, haben wir jeden Tag in vollen Zügen genossen.

Falls wir jemals Zweifel an dieser Destination gehabt haben sollten, sind diese vollständig weggeblasen – im Gegenteil: Wir kommen wieder!

 

Kapstadt

Unsere Tage in Kapstadt begannen wegen der Anfangszeit von Emilias Kita (8 Uhr Morgenkreis!) ziemlich früh.

Da nun aber unser Baby Juna auch (noch?) keine Langschläferin ist, war dies kein großes Thema. Meist hatte Daniel die Vormittage für sich und zum Arbeiten und ich hab mich in der Stadt umgetan:

  • Jewish Museum (mit einer Sonderausstellung zum Leben Nelson Mandelas, sehr interessant),
  • Slave Lodge (im alten Gebäude der Dutch East India Company
  • Daneben die Company’s Gardens – heute einem wunderschönen Park mitten in der Innenstadt- zur traurigen Geschichte der Sklaverei in der Kapregion, die neben den Holländern/Buren auch stark von jüdischen Auswanderern aus Osteuropa geprägt wurde, die z.B. im Straußen-Business ordentlich mitgemischt haben. Zur Hochzeit der Straußenmode zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachte dies relativen Wohlstand in die Region. In Oudtshoorn – das nach unserem Eindruck bis auf ein nettes Café in einem alten Bankgebäude (Beans About Coffee) ansonsten nicht besonders sehenswert ist – gibt es immer noch die größte (eingezäunte) Straußenpopulation der Welt.
In den Company's Gardens

Spielmöglichkeit in den Company’s Gardens

 

Aber wo war ich? Ach ja, mein Loblieb auf Kapstadt. Überall interessante Orte. Wir sind – sehr entgegen der üblichen Gepflogenheiten hier – denn Südafrika ist ein ausgesprochenes Autoland – viel zu Fuß gegangen, um die Stadt so erkunden. Fußgängerampeln schalten sich erst auf besondere Anfrage nach einer Weile auf grün.

Für längere Strecken gab es Uber, was dazu geführt hat, dass Emilia nun immer ein Uber anstatt eines Taxis bestellen will, wenn wir irgendwo hinfahren möchten.

And Boy, sind wir rumgekommen (und haben dabei auch einige touristische Highlights mitgenommen), z.B. die V&A Waterfront (Teile des alten Hafens, der toll aufgewertet wurde und nun diverse Attraktionen bereithält mit)

Hafenrundfahrt mit Robbensafari

Hafenrundfahrt mit Robbensafari

 

  •  Mall/ShoppingPOST-Kapstadt-Garden-Route-Addo-mit-Kind-1_0572-familie-sightseeing-bus
  • Station des roten Touri-Busses, der eine erstaunlich gute Audiospur hat und den wir ausgiebig genutzt haben, um uns einen Überblick über Stadt und Umgebung zu verschaffen.

 

Wir haben es genossen!

 

Und natürlich gab es auch sehr viele Nachmittage auf dem Spielplatz oder im Park. Und mehrmals waren wir im Sea Point Swimming Pool. Nichts für mich allerdings. Das Wasser war jetzt im Übergang zum Herbst saukalt, wenn auch immer ein paar Grad wärmer ist als das Meer, was dort ausgiebig beworben wird.

Unsere Airbnb-Wohnung lag ziemlich perfekt in Gardens, direkt in der Nähe des De Waal Parks  so wie des Rocklands Road Parks (Deerpark Cafe! mit Spielplatz unter Pinien mit Tafelberg im Hintergrund!!) und nur 15 Min. Fußweg zur Kita.

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Direkt in der Nähe zur Yoga Shala und von einigen Cafés. Wir hatten sogar unseren eigenen Mini-„Garten“, d.h. eher Hof mit Sitzgelegenheit für Frühstück und Mittagessen in der Sonne.

Einziger Wermutstropfen: die sehr engagierten Ameisen. Noch während des Essens mussten wir (drinnen und draußen) minutiös alle Krümel beseitigen, da sonst die Gefahr bestand, dass die Viecher die Krümel mitsamt Tisch und Stühlen weggetragen hätten.

Angesichts dessen, dass Juna – wie ihre ältere Schwester damals auch – Brei nicht so Dufte findet und stattdessen lieber alles selber in den Mund (oder eben manchmal auch daneben) stecken will (#Babyledweaning), keine so tolle Kombi.

Aber gut. Das trainiert die Reflexe der Eltern (#epicdad für die YouTube-Junkies).

 

Signal Hill – Tamboerskloof

Nach rund einem Monat haben wir nochmal das Domizil gewechselt und fortan hoch oben auf dem Signal Hill in Tamboerskloof in einer Gated Community gewohnt. Das dortige „Cottage“ war das Ergebnis eines Wohnungstausches. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es das Housekeeping gleich dazu geben würde. Und ehrlich gesagt, haben wir das schnell abbestellt, nachdem die Housekeeperin Blessing unsere mühsam aufgebauten Juna-Stoßsicherungen jeden Tag wieder auseinander genommen hat, um zu reinigen.

Unsere Tauschpartnerin Linda hatte, noch relativ neu bei HomeExchange, voller Enthusiasmus allerhand Anfragen aus aller Welt angenommen, die Leute beherbergt und dann festgestellt, dass sie selber gar nicht so viel Zeit zum Reisen für die Gegenbesuche hat. Gut möglich also, dass wir für zehn Tage einfach so bei ihr untergekommen sind.

Das Cottage war jedenfalls toll gelegen! Ganz oben am Berg, das letzte vor dem Wald, der den Signal Hill bis fast nach oben ziert. Dort wohnend habe ich dann auch endlich mal die Noon Gun gehört, die jeden Mittag um genau 12 Uhr in der Nähe abgefeuert wird.

Blick vom Signal Hill

Blick vom Signal Hill auf Kapstadt

 

Paragliding nach Sea Point

Spannender als das war aber sicher den Signal Hill noch aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben: Von einem Gleitschirm aus!

Kapstadt ist ein aufregendes Paragliding-Revier, da die Winde sehr wechselhaft sind und man in Wahnsinnskulisse (Meer! Berge! Stadt!) gleiten kann. Daniel und ich sind jedenfalls beide geflogen und es war schon wirklich etwas Besonders: Man gleitet vom Berg über den Stadtteil Sea Point Richtung Promenade, dreht ein paar Schleifen über der tosenden Brandung des Atlantischen Ozeans und landet auf einem schmalen Grünstreifen neben der Küstenstraße. Wow! Die Jungs von Cape Town Tandem Paragliding total professionell und super nett. Ganz angefixt wollten wir gleich nochmal, was der unbeständige Wind allerdings verhindert hat.

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Eine Besonderheit unseres Kapstadt/Südafrika-Aufenthalts war, dass zum Schluss hin Anke, ihr Partner und ihre beiden Kinder in die Stadt kamen: Anna und Emilia (fast gleich alt) sind gleich zusammen losgezogen und auch Anton und Juna (ebenfalls fast gleich alt) haben gefallen aneinander gefunden. Und die Erwachsenen konnten in ruhe Kaffee trinken. Naja, fast. Oder eben einen der sehr beliebten Food Märkte besuchen (hier Oranjezicht City Farm Market. Hmmm, lecker…!).

Oranjezicht Farmers Market

Oranjezicht Farmers Market

 

Lustigerweise sollten wir uns unter ganz anderen Umständen noch einmal wiedersehen …

 

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Galerie mit den schönsten Fotos aus Kapstadt

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1 Comment

La Barra, Palermo, Kapstadt mit Kindern - 2 - ElternReiseZeit 21. Mai 2016 at 13:52

[…] in Kapstadt haben wir für die ersten Wochen ein sehr zentral gelegenes Apartment in Gardens. Die zwei […]

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