Unsere Reiseziele

Berlin, Buenos Aires, Montevideo mit Kind – 3

posted by Kiki 3. März 2016 1 Comment
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Ich bin nicht ein einziges Mal aus dem Haus gegangen, ohne dass mich bzw. Juna oder Emilia mindestens eine Person ein verzücktes „Que cosa mas linda, que simpatica, que maravillosa…“ zugerufen hätte. Ungelogen wirklich alle!

Ältere Damen so wie junge Mädchen oder volltätowierte langhaarige Kerle. Einer davon hat Juna einfach mal von oben bis unten abgeknutscht während Daniel im Geschäft etwas anprobierte. Anders als Emilia, die Fremden gegenüber immer noch recht zurückhaltend ist, strahlt Juna alle an und macht sich damit noch unwiderstehlicher.

Mittlerweile bin ich schon etwas irritiert, wenn uns mal niemand anspricht …

 

Montevideo mit Kind und Baby

Nach knapp vier Wochen haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht: Mit der Buquebus Fähre über den Rio de la Plata hinüber nach Montevideo. Emilia war schwer beeindruckt von dem riesigen Schiff und der Fahrt. Wir fanden es entspannt. Nur rund zwei Stunden Dauer und man konnte die ganze Zeit herumlaufen. Nichts im Vergleich zu 16 Stunden Flug von Berlin nach Buenos Aires, der im Übrigen aber auch echt ok war!

In Montevideo hatten wir uns über Airbnb ein charmantes Apartment in der Altstadt mit einer fantastischen Dachterasse besorgt.

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Montevideo versprüht noch den Charme vergangener Zeiten, ist aber ordentlich abgerockt.

Und nach 19 Uhr in der Ciudad Vieja anzukommen war auch eine eher mittelmäßige Idee.

Die Bürgersteige waren schon hochgeklappt, einige merkwürdige Leute unterwegs und unser Abendessen gab es von McDonalds … weil überhaupt nichts Anderes mehr geöffnet hatte – wirklich! Aber mit einem schönen Ausblick von der schon erwähnten Dachterasse.

Wir hatten nur anderthalb Tage in der Stadt und die haben wir uns nett gemacht. Wir sind viel herumgelaufen und ließen uns treiben.

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Und zwischen drin saßen wir auf der Terasse.

Dinner mit Prediger

Abends trafen wir uns mit einer netten amerikanischen Großfamilie, die wir auf der Fähre kennengelernt hatten.

Er Priester einer protestantischen Kirche. Vier Kinder. Sehr offene, nette Leute, die seit einem Jahr in Uruguay leben. Es war ganz spannend, eimal mit einem Expat zu sprechen und zu hören, wie sein Alltag hier so aussieht – und was einem anderen Ausländer so an Besonderheiten auffällt.

Uruguay ist recht teuer – vor allem im Verhältnis zu Argentinien, das sich wegen des immer weiter fallenden Pesos für uns jeden Tag vergünstigt hat. In Uruguay kann man vielerorts sogar gleich mit US-Dollar zahlen. Es gibt hier auch deutlich mehr „westliche“ (sprich: amerikanische oder europäische) Produkte, gerade im Supermarkt.

Insgesamt findet sich hier überall so ziemlich alles, was man braucht. Wir hatten uns beim Packen in Berlin ja bereits sehr beschieden. Und wir hätten noch auf einige weitere Sachen verzichten können. In Buenos Aires bin ich sogar an einem Laden vorbeigekommen, in dem man Traumeel (homöopathisches Wundermittel gegen blaue Flecken und Beulen) und andere Produkte von Heel kaufen konnte.

Was es nicht so üppig gibt – vor allem nicht in Argentinien – sind englischspachige Bücher.

Es spricht auch kaum jemand wirklich Englisch. Das zwingt uns, unser Spanisch wieder aufzumöbeln.

Und im Alltag klappt das meist auch ganz gut.

 

Autofahrt von Montevideo nach La Barra

Es war dennoch ziemlich fantastisch, dass unsere Gastgeberin in Montevideo, Sol, uns bei der Übernahme des Mietwagens auf Spanisch geholfen hat. Hier werden die Wagen nämlich direkt zu dem Ort gebracht, an dem man sie entgegennehmen will. Allerdings nicht unbedingt zu der Zeit, die vereinbart war. Unser Wagen kam eine gute Stunde später.

Am Ende aber kein Thema, da beide Kinder dann rechtschaffen müde waren und einen Großteil der Autofahrt Richtung Punta del Este verschlafen haben. Punta (oder PdE, wie die Insider sagen) selbst wollten wir uns aber nicht geben.

Punta des Este ist die Bonzenbettenburg Südamerikas mit lauter überteuerten charmefreien Apartmentblöcken am Strand.

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Daher sind wir noch ein Stückchen weiter hoch Richtung Brasilien gefahren nach La Barra bzw. Manantiales. Dort wohnen wir nun eine gute Woche in einem kleinen Gartenhäuschen in Spuckweite vom Strand.

 

 

 

Unser erster Tag hier war allerdings anders als erwartet: Wir sind vom Regen geweckt worden. Wenn wir auch in den vergangenen Wochen einige Unwetter erlebt haben, war Regen tagsüber doch eher die Ausnahme. Am Strand waren wir trotzdem und den Nachmittag haben wir mit Rumtüdeln verbracht. Und zwei unfassbar teuren eher versehentlich gekauften Crêpes.

Und morgen setzen wir wieder auf Sonne und Strand!

Anfang März geht es zurück nach Buenos Aires für unsere letzte Woche in Südamerika. Dann Zwischenstopp in Frankfurt a.M./Andernach, bevor wir weiterfliegen nach Kapstadt, Südafrika.

Und nein, die Tumblr-Idee hab‘ ich noch nicht verworfen. Aber so richtig weit bin ich damit noch nicht. Da müsste ich mich einmal ein paar Stunden lang reimpfriemeln.

Und – kaum zu glauben, aber wahr – die Zeit hatte ich bisher nicht.

 

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1 Comment

La Barra, Palermo, Kapstadt mit Kind - 1 - ElternReiseZeit 21. Mai 2016 at 13:55

[…] Apropos Gespäch: Wir haben wieder viel zu erzählen aus den letzten Wochen (einige von Euch befinden sich ja quasi noch am Strand östlich von Punta del Este in Uruguay…). […]

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